Werfen wir wieder einmal einen aktuellen Blick auf die Marktentwicklung der letzten Wochen. Gestern war ja nun der große Zinsentscheid und viele hatten damit gerechnet, dass die Fed nun die Leitzinsen wieder anhebt. Hat sie aber nicht gemacht, in dem Zuge konnte sowohl der Euro als auch die Edelmetalle Kursgewinne verbuchen. Aktuell steht Gold bei $1.133 was bei einem Euro von gut ca. $1,14 einem Eurokurs von knapp 993 Euro entspricht. Silber steht knapp 13,35 Euro pro Unze und hat sich so die letzten Tage um gut 60 Cent gesteigert.

Im Vergleich zum letzten Marktkommentar hat sich also wenig verändert, man könnte auch sagen die Edelmetalle sind in einem volatilen Seitwärtstrend. Es bleibt nach wie vor spannende, wo die Reise hinführt.

COMEX-Lager

Auch in diesem Marktbericht wollen wir einen aktuellen Blick auf die Edelmetall-Lager der COMEX werfen. Bei letzten Bericht war dort registriertes Gold in Höhe von nicht ganz 500.000 Oz eingelagert, aktuell liegt der Bestand nur noch 162.000 Oz, so niedrig wie noch nie in den letzten Jahren. Silber lag bei knapp 54 Millionen Unzen, aktuell befinden sich hier noch knapp 47 Millionen Unzen in den Lagern.

Weiterhin Lieferengpässe bei Silberunzen

Die Versorgung mit Silber Maple Leafs und Silver Eagles sieht nachvor schlecht aus und Neubestellungen haben bis zu 4 Wochen Lieferzeit. Die neue Känguru Anlagemünze aus Australien kann den Bedarf vielleicht ausgleichen, ist aber noch nicht auf dem Markt. Die ersten Auslieferungen werden wohl in ca. 1 Woche beginnen, aber auch hier hört man schon, dass die bereits verfügbare Ware schon so ziemlich aufgekauft ist. Selbst Neuaufträge bei kleinen Prägeanstalten dauern, so können wir die diese Woche bestellten Somaliland Schafe wohl ebenfalls erst in ca. 4 Wochen erwarten.

Der Engpass scheint nicht primär am nicht mehr vorhandenen Silber zu liegen, sondern an den Produktionskapazitäten, und zwar zum Einen an den Herstellern der Ronden, also den Münzrohlinge, die auch viele staatliche Prägeanstalten nur zukaufen und nicht selbstproduzieren und zum Anderen an der großen Nachfrage die die Prägeanstalten komplett auslastet. Wir können gespannt sein, ob sich dieser Umstand noch verschärfen wird, oder in ein paar Wochen wieder entspannt, im Moment ist hier noch kein Trend abzusehen.