Gersthofen, Sonntag den 28. August 2016
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Marktkommentar 15.02.2016

So, nach längerer Abstinenz heute wieder mal ein Marktkommentar, man möge mir die etwas längere Durststrecke verzeihen, aber das doch sehr intensive Vorweihnachtsgeschäft hat uns kaum Luft zum Atmen gelassen und wie jedes Jahr ging es mit den zahlreichen Neuausgaben heiß her. Denn die spannendste Frage ist immer wieder aufs Neue, kommt noch alles rechtzeitig um vor unserem Betriebsurlaub und vor allem noch vor Weihnachten verschickt werden zu können. Und auch im Jahr 2015 ist uns das zu 99,99% gelungen. Was nun nicht an uns allein lag, sondern auch an den Prägeanstalten und Zulieferern die ebenfalls unter Hochdruck gearbeitet haben, um noch alles rechtzeitig rauszubekommen. Und dennoch wurden auch dieses Mal unsere Nerven aufs äußerste belastet, bekamen wir doch kurz vor Weihnachten eine Versandnachricht aus Australien, zuerst Freude, die letzte Lieferung ist unterwegs und dann die Ernüchterung, statt zu uns nach Gersthofen war die Sendung unterwegs zum Flughafen Berlin, nein nicht zum Neuen, der ist ja immer noch nicht in Betrieb, aber zum alten, und das war jetzt auch nicht wirklich besser, denn Berlin ist ja nun nicht gerade um die Ecke.
Aber dank der schnellen und sofortigen Reaktion der australischen Partner konnte die Sendung dann doch noch vor Ort am Flughafen abgefangen werden und kam denn per Tür-zu-Tür Kurier noch rechtzeitig bei uns an. Also alles gut, aber nervenaufreibend bis zum Schluss.

Nach unserem Betriebsurlaub war aber dennoch kaum Zeit zum Verschnaufen. Die Nachfrage insbesondere nach Gold blieb weiterhin sehr hoch und setze sich somit nahtlos zum Jahr 2015 fort, indem wir sogar einen neuen Umsatzrekord beim Anlagegold verzeichnen konnten. Insbesondere die Tatsache, dass im vergangenen Jahr auch viele Erstkäufer unsere Niederlassung besucht haben, fiel auf. Die Entwicklung des Goldpreises zum Jahresauftakt tat dann sein Übriges, um das Nachfrage-Niveau entsprechend hoch zu halten. Dümpelte der Goldpreis bis Ende Januar mehr Lustlos um die 1.100,00 Dollar-Marke zog er dann passenden zur größten Branchenmesse, der WorldMoneyFair in Berlin, sprunghaft an und kletterte bis zum 11. Februar sogar auf 1.241,00 Euro. Der Euro stieg parallel mit Gold ebenfalls an, aber dennoch überschritt auch der Goldkurs in Euro die Marke von 1.100,00 Euro. Der kleine Bruder Silber konnte ebenfalls Boden gut machen, wenn auch etwas zögerlicher als das goldene Metall. Heute legte die Kursrally jedoch eine Verschnaufpause ein, die in Anbetracht der doch recht schnellen Anstiege sicher gut ist, um einer Überhitzung vorzubeugen. Immerhin trennen Jahrestief und Hoch ganze 15% Kursunterschied und wir reden hier ja von gerade einmal 1 ½ Monate.

Der weitere Ausblick

Kurz- bis mittelfristig erwarten wir einen weiteren Anstieg der Edelmetallpreise, wenn wir auch immer mit Rückschlägen und Verschnaufpausen rechnen müssen. Auch sollte man das vergangene Jahr im Blick behalten, denn auch dort hatten wir schon ein ähnliches Szenario, der Goldpreis stieg auch hier im ersten Monat rasch bis auf knapp 1.300,00 Dollar um dann im weiteren Verlauf des Jahres wieder bis auf 1.060,00 Dollar im Dezember abzufallen. Wir gehen derzeit dennoch davon aus, dass sich dieses Szenario nicht exakt wiederholen wird und haben die Hoffnung, dass die ausgedehnte Korrekturphase der letzten Jahre nun endlich beendet sein könnte.

COMEX-Lager


Auch in diesem Marktbericht wollen wir einen aktuellen Blick auf die Edelmetall-Lager der COMEX werfen. Der Gold-Bestand lag bei unserem letzten Bericht bei rund 162.000 Unzen, sackte dann bis Mitte Januar 2016 auf nur noch 73.000 Unzen ab und hat sich seitdem aber wieder auf 243.000 Unzen erholt, was einem aktuellen Gegenwert von nur 293 Millionen US-Dollar entspricht. Der Silber-Bestand hat seinen dramatischen Verfall weiter fortgesetzt. Waren es beim letzten Marktkommentar noch 44,5 Millionen Oz, sind aktuell nur noch knapp 29 Millionen Unzen im Lager. Wir erinnern uns, am 01. April lagen wir noch bei 70 Millionen Unzen, seitdem fällt der Bestand kontinuierlich!

Verfügbarkeit

Aktuell lassen sich aufgrund der hohen Nachfrage keine Lieferengpässe ausmachen. Alle gängigen Standard-Anlagemünzen und Barren sowohl in Gold- als auch in Silber sind derzeit kurzfristig verfügbar. Einzig die Australier ärgern uns die letzten Monate mit der Verfügbarkeit Ihrer Silberanlageprodukte aus den Serien Lunar II, Koala und Kookaburra. So hat die 1 KG Silbermünze des Kookaburra 2016 Lieferverzug und der Kilo-Koala 2016 kann derzeit noch nicht einmal bestellt werden. Auch kommt es bei einzelnen Sammlermünzen zu Lieferverzögerungen, so warten wir derzeit immer noch auf eine Lieferung aus Down-Under die bereits vor 2 Wochen bei uns hätte eintreffen sollen. Für dadurch verursachte Verzögerungen bei der Auslieferung Ihrer Bestellungen möchten wir uns an dieser Stelle auch entschuldigen, leider sind uns hier die Hände gebunden. Die PerthMint hat uns aber Ende letzter Woche zugesagt, dass die Lieferung nun diese Woche endlich verschickt werden soll. Betroffen sind hier vor allem die Lunar Affen aus der Opal-Serie.

Anekdote aus dem Alltag eines Edelmetallhändlers

Um unseren Marktkommentar etwas interessanter zu gestalten, möchte ich jetzt und auch in Zukunft immer die eine oder andere Anekdote aus unserem Händleralltag zum Besten geben. Sicherlich ist die Kursentwicklung auch lesenswert, aber echte Edelmetall-Bugs interessieren sich entweder sowieso nicht für den Kurs oder kennen diesen ohnehin bereits. So erzähle ich jetzt einfach mal vom Aufreger des heutigen Tages. Flattert uns doch heute ein Schreiben einer Münchner Anwaltskanzlei ins Haus die die Firma Swarovski vertritt. Eine Unterlassungserklärung. Man möchte es nicht glauben, so haben wir uns doch erdreistet eine Münze der Royal Canadian Mint in welche auch tatsächlich echte Swarovski Elemente verarbeitet sind in der Artikelbeschreibung unter anderem mit dem Wort „Swarovski“ zu bezeichnen. Das ist aber falsch, wie wir staunend aus dem 50-seitigen Pamphlet entnehmen können, wir hätten nämlich „Mit Swarovski Elements“ schreiben müssen und nicht einfach nur Swarovski, langer Artikelname hin oder her, aber so kann ja der Benutzer fälschlicherweise annehmen, dass es sich hier um ein Produkt der Firma Swarovski handelt und nicht nur um ein Produkt eines anderen Herstellers der nur Swarovski Elemente verarbeitet hat. Es war uns zwar neu, dass jemand annehmen könnte, dass die Firma Swarovski nun auch Münzen für Kanada produziert, aber man lernt ja nie aus. Das Lehrgeld beträgt hier ja nur 500,00 Euro zzgl. 40 Euro Auslagen, kein schlechtes Geschäftsmodell. Das ein Unternehmen wie Swarovski so etwas nötig hat, ist peinlich, traurig und beschämend zugleich.

Sonderaktion für unsere Blog-Leser

Als weiteren neuen Punkt unseres Marktkommentars bieten wir den Lesern unseres Blog zukünftig auch immer kleine und besondere Sonderaktionen an. Heute haben wir das wunderschöne australische Känguru in 2 Oz Silber und mit Antik-Finish veredelt für Sie vorbereitet. Anstelle des regulären Preises von 129,90 Euro für unsere Blog-Leser zum Sonderpreis von nur 115,00 Euro.

Die Ausgabe zum Sonderpreis kann unter folgendem Link bestellt werden:
http://www.silbertresor.de/product_info.php?info=p3486_Australien---2-AUD-Kaenguru-2016---2-Oz-Silber-HR-AntikFinish.html

Nur solange Vorrat reicht und nur bis Sonntag den 21. Februar 2016. Der Sonderpreis kann nicht auf bereits getätigte Bestellungen übernommen werden und ist auch nach Ablauf der Aktion nicht mehr möglich.

Zu guter Letzt

Gerne freue ich mich auf Ihre Kommentare, Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Gerne auch per eMail an report@fallersnews.eu

Ich wünsche allen unseren Lesern eine angenehme Woche
Ihr Stefan Faller

 

Marktkommentar 01.10.2015

Seit dem letzten Marktkommentar hat sich nicht wirklich viel getan, wie dort schon geschrieben befinden wir uns bei den Edelmetallen in einer Seitwärtsbewegung mit relativ hohen volatilen Ausschlägen. Ein richtiger Trend ist nicht abzulesen. So steht Silber aktuell bei 14,57 USD die Feinunze bzw. gut 13,00 Euro. Gold stieg zwischenzeitlich auf 1.154 USD um nun aktuell wieder bei 1.115 USD zu stehen, in Euro heißt das 996,00 Euro bei einem EUR/USD Kurs von knapp 1,12. Eine wesentliche Veränderung zu dem Stand vor 2 Wochen ist damit nicht festzustellen. Gold etwas höher, Silber etwas niedriger.

Kurse festgefahren - Nachfrage auf Rekordhoch

Man hat mittlerweile das Gefühl, dass weltpolitische Ereignisse, Berichte über Manipulation sowie Krisen, ausbleibende Zinserhöhungen, usw. absolut keinen Einfluß mehr auf die Edelmetalle haben und das obwohl die Nachfrage das ganze Jahr über auf sehr hohem Niveau ist und die großen Prägeanstalten mit dem Produzieren nicht mehr hinterherkommen. So bleibt die Verfügbarkeit von 1 Oz Standardmünzen weiterhin eher angespannt, die Perth Mint hat nun auch eine Verzögerung bei der Auslieferung der 2 Oz und 10 Oz Silber Affen aus der Lunar II Serie bekannt gegeben, so dass diese nicht wie ursprünglich geplant am 5. Oktober verausgabt werden sondern erst zu einem noch nicht benannten späteren Zeitpunkt. Die Nachfrage ist da, während die Verkäufe von Anlegern eher Mau ausfallen. Die Kurse bewegen sich aber nicht. Natürlich liegt das daran, dass einfach ein vielfaches in reinen Papierwerten gehandelt wird und hier überhaupt keine physische Bewegung von edlem Metall stattfindet. Im Grunde auch nichts anderes als eine "Manipulation".

COMEX-Lager

Auch in diesem Marktbericht wollen wir einen aktuellen Blick auf die Edelmetall-Lager der COMEX werfen. Der Gold-Bestand hat sich kaum verändert und liegt wie im letzten Bericht bei ca. 162.000 Unzen. Der Silber-Bestand hingegen fällt weiter dramatisch und hat sich seit dem 18.09. um gut 2,5 Millionen von ursprünglich knapp 47 Millionen Unzen auf aktuell nur noch 44,5 Millionen Unzen verringert. Am 01. April lagen wir im Übrigen noch bei 70 Millionen Unzen, seitdem fällt der Bestand kontinuierlich!

Das Private Geldvermögen in Deutschland klettert dafür auf 5,212 Billionen Euro. Wenn da ein Teil mal in physisches Metall umschichten will, wirds eng, bereits 161 Millionen Euro reichen aus um alles Comex Gold zu kaufen sowie 578 Millionen für das Silber, macht zusammen 739 Millionen Euro, tja, da bleiben dann noch 5.211,261 Milliarden Euro privates Geldvermögen übrig. Ich hoffe die Zahlen machen klar, wie wenig Edelmetall an der Comex liegt.

Die Deutschen Goldreserven (sofern sie denn überhaupt vorhanden sind) umfassen derzeit 108,7 Millionen Unzen Gold, also einen aktuellen Gegenwert von gerade mal 108 Milliarden Euro. Auch das ist noch verschwinden wenig, wenn man es den 5 Billionen Privatvermögen gegenüberstellt. Ich hoffe Ihnen ist jetzt vor lauter Millionen, Milliarden und Billionen nicht schwindlich, mir schon ein bisschen ;) Aber das ist wohl auch der Grund warum man die in den Medien erscheinenden Summen überhaupt nicht mehr richtig wahr nimmt. Rettungspakete an Griechenland, bisher 223 Milliarden Euro, also im Prinzip der doppelte Gegenwert unserer Goldreserven. Na Prost Mahlzeit ...

Manipulationen am Edelmetallmarkt

Die Schweizer Wettbewerbskommission untersucht den Verdacht auf illegale Preis-Absprachen im Edelmetall-Handel. Unter den betroffenen Banken sind die Deutsche Bank und die UBS.

Die UBS und die Deutsche Bank sind zusammen mit anderen Geldhäusern wegen möglicher illegaler Absprachen im Edelmetallhandel ins Visier von Schweizer Ermittlern geraten. Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) verfüge über Anhaltspunkte, dass insgesamt sieben Banken möglicherweise unzulässige Absprachen im Handel mit Edelmetallen getroffen hätten, teilte die Behörde am Montag mit. Betroffen seien auch Julius Bär aus der Schweiz, die britischen Geldhäuser HSBC und Barclays sowie das US-Institut Morgan Stanley und die japanische Mitsui. Ein Weko-Sprecher sagte, die Untersuchung werde voraussichtlich 2016 oder 2017 abgeschlossen werden. Wenn die Behörde den Banken Fehlverhalten nachweisen kann, drohen ihnen Geldstrafen.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/29/schweizer-behoerde-untersucht-gold-manipulation/

Ja, ja, lange Zeit wurden die Edelmetallanleger als Verschwörungstheoretiker verlacht, wenn sie über die Manipulation an den Edelmetallmärkten geklagt haben. Jetzt kommt mehr und mehr dieser tatsächlich stattgefundenen (und wohl noch stattfindenden?!) Manipulationen ans Tageslicht.

Marktkommentar 18.09.2015

Werfen wir wieder einmal einen aktuellen Blick auf die Marktentwicklung der letzten Wochen. Gestern war ja nun der große Zinsentscheid und viele hatten damit gerechnet, dass die Fed nun die Leitzinsen wieder anhebt. Hat sie aber nicht gemacht, in dem Zuge konnte sowohl der Euro als auch die Edelmetalle Kursgewinne verbuchen. Aktuell steht Gold bei $1.133 was bei einem Euro von gut ca. $1,14 einem Eurokurs von knapp 993 Euro entspricht. Silber steht knapp 13,35 Euro pro Unze und hat sich so die letzten Tage um gut 60 Cent gesteigert.

Im Vergleich zum letzten Marktkommentar hat sich also wenig verändert, man könnte auch sagen die Edelmetalle sind in einem volatilen Seitwärtstrend. Es bleibt nach wie vor spannende, wo die Reise hinführt.

COMEX-Lager

Auch in diesem Marktbericht wollen wir einen aktuellen Blick auf die Edelmetall-Lager der COMEX werfen. Bei letzten Bericht war dort registriertes Gold in Höhe von nicht ganz 500.000 Oz eingelagert, aktuell liegt der Bestand nur noch 162.000 Oz, so niedrig wie noch nie in den letzten Jahren. Silber lag bei knapp 54 Millionen Unzen, aktuell befinden sich hier noch knapp 47 Millionen Unzen in den Lagern.

Weiterhin Lieferengpässe bei Silberunzen

Die Versorgung mit Silber Maple Leafs und Silver Eagles sieht nachvor schlecht aus und Neubestellungen haben bis zu 4 Wochen Lieferzeit. Die neue Känguru Anlagemünze aus Australien kann den Bedarf vielleicht ausgleichen, ist aber noch nicht auf dem Markt. Die ersten Auslieferungen werden wohl in ca. 1 Woche beginnen, aber auch hier hört man schon, dass die bereits verfügbare Ware schon so ziemlich aufgekauft ist. Selbst Neuaufträge bei kleinen Prägeanstalten dauern, so können wir die diese Woche bestellten Somaliland Schafe wohl ebenfalls erst in ca. 4 Wochen erwarten.

Der Engpass scheint nicht primär am nicht mehr vorhandenen Silber zu liegen, sondern an den Produktionskapazitäten, und zwar zum Einen an den Herstellern der Ronden, also den Münzrohlinge, die auch viele staatliche Prägeanstalten nur zukaufen und nicht selbstproduzieren und zum Anderen an der großen Nachfrage die die Prägeanstalten komplett auslastet. Wir können gespannt sein, ob sich dieser Umstand noch verschärfen wird, oder in ein paar Wochen wieder entspannt, im Moment ist hier noch kein Trend abzusehen.

 

 

 

 

Marktbericht 17.08 - 28.08.2015

Oje Oje, da möchte man laut aufschreien, hatten wir uns doch psychisch schon auf eine Trendwende bei den Edelmetallen eingestellt und zum Jahresende hin mit steigenden Preisen gerechnet, so hat nun der Börsencrash in China die Welt und mit dieser auch die Rohstoffpreise in den Abgrund gerissen, während der Euro überraschender Weise erstarkte. Raus aus Aktien und Rohstoffen, rein in bedrucktes Papier war das Motto. Der Euro legte im Zuge dieser Euphorie auf über 1,16 USD zu und Gold in Euro wurde wieder unter 1.000,00 Euro gedrückt sowie Silber gar unter die 13 Euro Marke bis zu 12,40 Euro zum schlimmsten Zeitpunkt.

Alles halb so wild!?

Aber ganz so dramatisch war es nun auch nicht, wenn wir uns die Dollarkurse anschauen. Zumindest beim Gold lag das Tief letzter Woche $1.111 und diese Woche sogar nur bei $1.119 am gestrigen Tag. Während Gold im Juli sogar nur bei $1.088 stand. Das Tief vom Juli wurde also bisher nicht erreicht, nur durch den erstarkten Euro sah das im Euroraum schlimmer aus als es war. Silber hingegen neigt ja zu Überreaktionen und notierte mit $14,27 gestern tatsächlich ein neues Jahrestief. Steht aktuell aber bereits wieder bei $14,40 und der nun wieder schwächere Euro bei ca. 1,13 USD lässt Silber zumindest aktuell wieder bei 12,80 Euro stehen.

Wie geht’s nun weiter?

Wenn man das Positive in den Vordergrund stellen möchte, dann sollten wir uns über das Geschenk günstiger Einkaufspreise freuen. Jedem der einigermaßen gut informiert ist sollte klar sein, dass die Rohstoffpreise im Papierhandel gemacht werden und hier die großen Spieler zu finden sind. Mit der physischen Situation speziell am Edelmetallmarkt hat die Preisbildung wenig zu tun. Physisch wird derzeit auf hohem Niveau aufgestockt. Auch wir können kaum Verkäufe registrieren, aber die Käuferseite ist nach wie vor da. Und das wohl weltweit.

Drohender Versorgungsengpass?

Die US Mint hat seit Juli schon Probleme mit der Produktion der beliebten Silver Eagle hinterherzukommen, bzw. hat diese sogar stellenweise eingestellt. Man munkelt: Das Silber fehlt derzeit in ausreichenden Mengen. Auch die Aufpreise bei dem noch beliebteren Maple Leaf aus Kanada ziehen bereits an. Man wird sehen wie lange die Reserven der großen Edelmetallhändler noch ausreichen, um den Markt zu bedienen.

Neue Anlagemünze in Silber: Känguru 2016

Australien nutzt die Situation und startet mit dem Känguru 2016 eine neue 1 Oz Silbermünzen Serie, unlimitiert wie die Konkurrenz aus Nordamerika und doch preislich zu TOP-Preisen und deutlich günstiger als das bisherige Anlagesilber aus Down Under. Allerdings ist die Münze erst ab Ende September überhaupt lieferbar, was die Händlerwelt allerdings nicht davon abhält die Münze bereits jetzt unter das Volk zu streuen.

Fazit und Ausblick!

Wie gesagt, die Preise an den Börsen sind eine Sache, Sie werden durch die Großen Spieler und Spekulanten bestimmt. Die physischen Reserven hingegen sind eine ganz andere Sache. Da bleibt uns im Moment nur übrig, uns über die günstigen Einkaufspreise zu freuen und ganz wichtig nur in physische Ware investieren. Über kurz oder lang wird das Kartenhaus einstürzen. Was hilft ein billiger Gold- oder Silberpreis, wenn keiner mehr Material liefern kann? Wir hatten so eine Phase bereits 2008 und die hat eines ganz klar gezeigt. Der Markt macht sich dann eigene physische Preise und die waren deutlich höher als die, die uns an den Rohstoffmärkten präsentiert wurden.

Man muss sich eines vor Augen halten. Durch fallende Preise wird das vorhandene Metall ja nicht mehr, aber der verfügbare Bestand kann nun von weniger Geld aufgekauft werden. Der Lagerbestand an der Comex beträgt derzeit für registriertes Gold weniger als 500.000 Unzen (Anfang 2008 waren es noch 3,6 Millionen Unzen), registriertes Silber steht aktuell bei 54 Millionen Unzen (Anfang 2008 noch 90 Millionen). Wir sprechen hier von einem Gesamtvolumen von 1,18 Milliarden Euro. Lächerlich wenn man gegenüberstellt, dass Schäuble durch Mehreinnahmen 23 Milliarden Euro mehr in der Tasche hat, oder das Griechenland mal wieder mit 86 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen wird. Ich denke der Vergleich zeigt die Dimensionen gut und wie wenig Gold und Silber an der Comex noch verfügbar sind.

In diesem Sinne ein schönes spätsommerliches Wochenende!

Markbericht

Da wir die letzten Wochen wegen Betriebsurlaubs keine aktuellen Markberichte verfaßt haben, hier nun eine Zusammenfassung was sich alles getan hat:

Mitte Juni veröffentlichte China ihre aktualisierten Goldreserven, diese sind nun mit 1.657 Tonnen beziffert (vormals 1.054 Tonnen) und damit seit 2009 um gut 50% angestiegen. Da die Erwartungen des Marktes deutlich höher lagen (3000 Tonnen und mehr wurde geschätzt) löste die Bekanntgabe eine kleine Panik am Goldmarkt aus und der Goldpreis fiel von ca. 1.150 USD auf 1.080 USD am 24.07.2015. Im Anschluß erholte sich der Goldpreis aber wieder und konnte sich auf aktuell 1.115 USD wieder hocharbeiten.

Silber kam ebenfalls unter die Räder und fiel von ca. 15 USD auf knapp 14,50 USD, verweilte dann auf dem Niveau und konnte sich dann auf aktuell 15,26 USD innerhalb von einem Tag hocharbeiten und steht jetzt sogar höher als vor der Bekanntgabe aus China.

Der Euro steht aktuell bei knapp 1,11 USD was einem aktuellen Goldpreis von 1.005 Euro bzw. einem Silberpreis von aktuell 13,77 Euro entspricht.

Wir halten die aktuellen Kurse nach wie vor für Kaufkurse, auch wenn man nochmals einen Rutsch nach unten nicht ausschließen kann. Mittel- bis Langfristig sehen wir deutlich höhere Kurse und da spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob man nun Gold bei 1.000 Euro oder 900 Euro bzw. Silber bei 14 Euro oder 10 Euro gekauft hat, in Zukunft gehen wir davon aus, dass es viel wichtiger sein wird, physisches Gold- und Silber überhaupt im Bestand zu haben.

Griechenlandkrise

Nun es ist medial wieder etwas ruhiger geworden um die Griechenlandkrise, neue Milliarden sind wohl im Anmarsch und passiert ist weiter nichts, von wegen Grexit, wir hatten diese Einschätzung ja bereits zu Anfang der neu aufgelegten Krise in den Medien abgegeben und lagen damit genau richtig! Abruch der Verhandlunge, Votum, Ablehnung weiterer Sparmaßnahmen und dann der Schwenk, doch die Zustimmung zu den Sparmaßnahmen, der griechische Finanzminister mußte seinen Hut nehmen, die Rettungsmilliarden kommen, was für ein Schmierentheater. Das europäische Volk wird an der Nase herumgeführt und darf schön weiter blechen. Das wird auch in Zukunft nicht anders werden. Der Euro wird solange alternativlos geretten bis ganz Europa zusammenbricht ...

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